Wie finde ich heraus, ob mein Wunschthema für ein Buch geeignet ist?

 

Du möchtest ein Fachbuch schreiben, bist dir aber nicht sicher, ob sich dein Wunschthema dafür eignet?

Lies hier hier, wie einfach es ist, dies herauszufinden. 

Wie finde ich heraus, ob mein Wunschthema für ein Buch geeignet ist?

Als erstes ist es wichtig, dass das Thema deines Fachbuches deine Expertise in deinem Fachgebiet unterstreicht.

Wie will ich mein Buch einsetzen?
Als zweites musst du dich fragen, wofür du dein Buch einsetzen möchtest:

    • Ich arbeite nach einer bekannten und anerkannten Coaching-Methode und möchte mein Buch als Arbeitsbuch für meine Klienten, als Marketinginstrument zur Kundengewinnung oder für meine bestehenden Kunden als Nachschlagewerk einsetzen.
    • Ich habe einen eigenen Coaching-Ansatz entwickelt und möchte das Buch in den Fachhandel bringen. Zusätzlich kann das Thema jederzeit als Arbeitsbuch oder zur Kundengewinnung aufbereitet werden.

Das ist mein Thema. Oder vielleicht doch nicht?
Damit du dich als die Expertin präsentieren kannst die du bist, ist es wichtig, dass du dir – unabhängig des Einsatzes deines Buches – über folgende Punkte Gedanken machst:

    • Habe ich genug eigene Erfahrungen gesammelt?
    • Möchte ich Teile aus bereits bestehender Fachliteratur verwenden?
    • Möchte ich das ganze Thema oder nur ein oder mehrere Teilthemen behandeln?
    • Lässt sich das Thema geeignet illustrieren?

Nun teilst du dein Thema in einzelne Unterthemen auf und notierst stichwortartig die wesentlichen Punkte, die du in den jeweiligen Unterthemen behandeln möchtest.

Damit du weißt, wie viele Seiten du pro Unterthema in etwa füllen solltest, bietet sich eine Online-Recherche an, bei welcher du herausfinden kannst, wie viele Seiten die anderen Fachbücher mit demselben oder einem vergleichbaren Tema haben.

Solltest du Zweifel haben, dass dein Thema genug „Fleisch am Knochen“ hat, kannst du dir überlegen, es mit einer artverwandten aber relevanten Thematik auszuweiten.

Illustrationen bereichern ein Fachbuch und sind für das Erfassen des Inhalts durchaus sinnvoll. Achte jedoch darauf, dass Zeichnungen, Tabellen und ähnliches zur Ergänzung da sind und nicht inflationär eingesetzt werden sollten. 

Du möchtest dein Buch als Arbeitsbuch oder als Marketinginstrument einsetzen
Wenn du dein Buch als Arbeitsbuch für deine Klienten oder als Marketinginstrument einsetzen möchtest, bis du frei in der Wahl der Seitenanzahl. Aus Produktionsgründen musst du darauf achten, dass sich die Seitenanzahl durch vier teilen lässt.

Du möchtest dein Buch in den Fachhandel bringen
Wenn dein Buch im Fachhandel erhältlich sein soll, empfehle ich dir, zusätzlich zur Seitenanzahl (diese muss durch vier teilbar sein) folgendes zu recherchieren:

Publikationen zu deinem oder einem artverwandten Thema

    • Autor
    • Inhalt
    • Zeitpunkt
    • Wie wurde das Buch veröffentlicht
    • Selfpublishing
    • Verlag (Name des Verlags nicht vergessen)
    • Format
    • E-Book
    • Print

Es kann in beiden Fällen durchaus sinnvoll sein, der örtlichen Bibliothek einen Besuch abzustatten und das eine oder andere Buch genauer anzuschauen und sich inspirieren zu lassen.

Informationen aus anderen Fachbüchern übernehmen
Sei bitte vorsichtig, falls du Charts, Tabellen, Zitate oder andere Informationen aus fremden Fachbüchern oder Fachartikeln (auch aus dem Internet) einsetzen möchtest. Sämtliche Publikationen sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt, und es dürfen keine Inhalte – auch nicht Teile davon – ohne Einwilligung des Verlages bzw. des Autors (bei Selfpublishern) veröffentlicht werden. Wende dich im Zweifelsfall direkt an den Verlag oder Autor beziehungsweise an eine Fachperson im Bereich Urheberrecht. Verstöße gegen dass Urheberrecht können unangenehme rechtliche Folgen nach sich ziehen.

Falls du feststellst, dass du trotz allem dein Thema irgendwie nicht fassen kannst, versuche den Blickwinkel zu verändern. Hilfreich kann auch sein, dass du jemandem erzählst was du genau machst (nicht worüber du gern schreiben würdest, sonst drehst du dich im Kreis). Gegenfragen regen dich zum Nachdenken und Hinterfragen an und können dich inspirieren.


Der nächste Blogartikel widmet sich dem Thema „Textstruktur“ und erscheint am 12.7.2019

Bleib gesund und schau bald wieder rein. Ich freue mich auf Dich.

Herzliche Grüße

Ariane Costantini
Buch-Coach

In 10 Schritten zum eigenen Fachbuch

 

Sie möchten ein Fachbuch schreiben, wissen aber nicht wie Sie anfangen sollen?

Lesen Sie hier, wie einfach es ist, loszulegen.

In 10 Schritten zum eigenen Fachbuch
  1.  Thema finden
  2.  Zielgruppe, Textart und Textlänge festlegen
  3.  Schreiben und am Ball bleiben
  4.  Text überarbeiten
  5.  Text lektorieren und korrigieren lassen
  6.  Finanzierung klären
  7.  Entscheiden, ob Selfpublishing oder Verlag
  8.  Titel festlegen und Cover gestalten
  9.  Entscheiden, ob Publikation als Print oder E-Book
  10.  Verkaufspreis und Marketingstrategie festlegen

1. Thema finden
Über welches Thema möchten Sie Schreiben? In aller Regel wird es das Thema sein, mit dem Sie sich tagtäglich befassen und in welchem Sie Expertin sind. Wichtig ist hier, dass Sie sich bereits jetzt Gedanken darüber machen, welche Ihrem Kernthema nahestehenden Themen sich zusätzlich eignen würden, damit Sie dieses nötigenfalls ergänzen oder erweitern können.

2. Zielgruppe, Textart und Textlänge festlegen
Haben Sie Ihr Thema ausgewählt, dann sollten Sie sich fragen, für welche Zielgruppe Sie Ihr Buch schreiben möchten und sich für eine geeignete Textform entscheiden. Thema, Publikationsform und Verwendungszweck sind zudem entscheidend für die Länge des Textes.

3. Schreiben und am Ball bleiben
Thema, Textart und Zielgruppe sind ausgewählt und nun beginnt der Schreibprozess. Schaffen Sie sich Freiräume in denen Sie ungestört schreiben können und schalten Sie in dieser Zeit Ihr Handy und Ihr Mail aus. Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrer Schreibzeit ungestört Ihrem Text widmen und konzentriert arbeiten können. Versuchen Sie den Text ohne zu überarbeiten zu Ende zu schreiben und sich in etwa an die angedachte Textlänge zu halten.

4. Text überarbeiten
Wenn Sie mit dem Schreiben fertig sind, beginnt das Überarbeiten. Es kann sein, dass Sie Ihren Text wiederholt umschreiben werden. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht im Detail verlieren und von Ihrem ursprünglichen Thema bzw. Ihrem Ziel abkommen. Legen Sie für jede Überarbeitung eine neue Datei an, so können Sie immer wieder einen Schritt zurückgehen, sollten Sie sich „verschreiben“. Ist Ihr Text zu lang geworden, kürzen Sie ihn sinnvoll auf die angedachte Länge.

5. Text lektorieren und korrigieren lassen
Ein Lektorat und anschließendes Korrektorat würde ich Ihnen wärmstens empfehlen. Die Lektorin deckt als außenstehende Person Schwachstellen auf und teilt Ihnen mit, wenn Sie vom berühmten Roten Faden abgewichen sind bzw. der Text für Ihre Zielgruppe schwer verständlich ist oder gar Lücken aufweist. Die Korrektorin stellt ganz zum Schluss sicher, dass das Geschriebene den aktuellen Rechtschreibregeln folgt. Nichts kann Ihre Expertise dermaßen torpedieren wie ein Fachbuch, welches orthographisch und grammatikalisch ungenügend ist.

6. Finanzierung klären
Die Finanzierung ist ein Punkt, über welchen Sie sich spätestens jetzt Gedanken machen müssen. Je nach dem, für welchen Verwendungszweck Sie Ihr Buch geschrieben haben, können die Kosten aufgrund der verschiedenen Publikationsformen und Ausstattungen abweichen. Um in etwa abschätzen zu können welche Kosten auf Sie zukommen werden, bietet sich die Recherche auf einer der diversen Selfpublishing-Plattformen an.

7. Entscheiden, ob Selfpublishing oder Verlag
Ob Sie Ihr Buch im Selfpublishing veröffentlichen oder es einem Verlag anbieten ist einzig und allein eine Frage des Verwendungszwecks bzw. Ihrer Präferenz. Nehmen Sie sich Zeit um die für Ihr Buch geeignete Selfpublishing-Plattform bzw. den geeigneten Verlag zu finden. Seien Sie bei der Verlagssuche vorsichtig und recherchieren Sie genau. Es existieren diverse sogenannte Druckkostenzuschussverlage, welche den Autoren zwar einen Verlagsvertrag anbieten, jedoch die gesamten Kosten und das Verkaufsrisiko auf den Autor abwälzen. Klassische Verlage verlangen keine Autorenbeteiligung: weder für den Druck noch für sonstige Dienstleistungen.

8. Titel festlegen und Cover gestalten
Bieten Sie Ihr Buch einem Verlag an, müssen Sie sich über den Titel und das Cover in aller Regel keine Gedanken machen. Anders im Selfpublishing. Hier empfehle ich Ihnen, dass Sie sich andere Fachbücher mit ähnlichen Themen ansehen und sich klar werden, wie diese Cover aufgebaut und die Titel gestaltet sind. Am besten suchen Sie sich einen guten Coverdesigner und lassen das Cover nach den Kriterien des Genres professionell erstellen.

9. Entscheiden, ob Publikation als Print oder E-Book
Ihre Zielgruppe bestimmt indirekt, ob Sie das Buch als Print oder als E-Book veröffentlichen. Liest Ihre Zielgruppe elektronisch, bietet sich die Publikation als E-Book an. Ist das Buch als Arbeitsbuch für Ihre Klienten gedacht, ist eine Printversion sinnvoll. Die Selfpublishing-Plattformen bieten in der Regel Standardausstattungen an, von welchen Sie sich die für Ihr Buch passende aussuchen können. Teilweise ist es möglich, das Buch als E-Book zu publizieren und gleichzeitig als sogenanntes Book on Demand zu veröffentlichen. (Das Buch wird nur auf Bestellung produziert.)

10. Verkaufspreis und Marketingstrategie festlegen
Anschließend ist es wichtig, dass Sie Ihr Buch entsprechend bekannt machen, sei es via Social Media oder mittels Lesungen oder Veranstaltungen. Falls Sie das Buch verkaufen wollen, überlegen Sie sich, zu welchem Preis Sie Ihr Werk auf dem Markt anbieten möchten.


Der nächste Blogartikel widmet sich der Themenfindung und erscheint am 10.7.2019

Bleiben Sie gesund und schauen Sie bald wieder rein. Ich freue mich auf Sie.

Herzliche Grüße

Ariane Costantini
Coach für Buchprojekte